Stromanbieter Berlin

Die Berliner haben künftig eine größere Auswahl an Stromanbietern, der Grund dafür ist das neue Erneuerbare Energiegesetz, kurz EEG. Denn das neue EEG sieht vor, dass die deutschen Stromanbieter künftig einen weitaus höheren Anteil ihres Stroms aus alternativen Energiequellen, also beispielsweise aus Solar- oder Windenergie beziehen sollen.

Spezielle Berlin-Tarife

Was von Umweltschützern freudig begrüßt wurde, veranlasste viele Stromkonzerne, die erwarteten Mehrkosten vorsorglich gleich auf ihre Kunden abzuwälzen. So erhöht beispielsweise der Vattenfall-Konzern deutschlandweit die Strompreise ab 2011, in Berlin wird der Strom für Vattenfall Kunden im Schnitt um sechs Prozent teurer. Dies veranlasste viele Konkurrenzunternehmen, spezielle Berlin-Pakete zu schnüren um möglichst viele verärgerte Kunden mit niedrigen Preisen zu locken. Das kuriose dabei ist, dass die meisten Anbieter, die jetzt gezielt um Berliner Kunden werben, ursprünglich Berlin gar nicht mit Strom beliefert haben.

So werben etwa die Stadtwerke Düsseldorf und die Konzerne eprimo, Nuon Strom und Flex Strom seit kurzem ganz gezielt in Berlin und versprechen deutlich billigere Preise als Vattenfall und Co. Die Konzerne erhoffen sich so, viele Neukunden zu gewinnen die aus Protest gegen die Preiserhöhungen ihrer bisherigen Anbieter wechseln. Doch auch bei diesen speziellen Berlin-Angeboten müssen die Kunden genau das Kleingedruckte lesen, denn viele dieser Aktionen gelten nur für einen begrenzten Zeitraum, das bedeutet, dass nach Ablauf einer gewissen Frist die Preise auch bei den neuen Anbieter erhöht werden.

Häufiges Wechseln vorteilhaft

Trotzdem kann sich der Wechsel lohnen, denn auch wenn sich die Preise nach einer gewissen Zeit wieder erhöhen, kann dies immer noch deutlich billiger sein, als bei seinem alten Anbieter zu bleiben. Außerdem raten Experten den Kunden zum häufigen Wechsel des Stromanbieters, denn dadurch werde das Geschäft belebt und die Konzerne werden dadurch gezwungen, ihre Preise zu senken und kundenfreundlichere Verträge anzubieten. Denn trotz der ständig steigenden Strompreise wechseln die wenigsten Kunden zu einem günstigeren Anbieter, sei es aus Bequemlichkeit oder aus dem Irrglauben, man sei langfristig an seinen alten Stromanbieter gebunden. Gerade wenn man in eine neue Wohnung oder ein neues Haus zieht, kann man den Grundversorger meist nach Ablauf eines Monats kündigen. Auch wer schon länger denselben Anbieter hat, sollte mal einen Blick in seinen Vertrag werfen, denn oftmals ist die Kündigungsfrist gar nicht so lange wie man denkt.

So haben beispielsweise im Jahr 2010 nur 14 Prozent der Kunden ihren Stromanbieter gewechselt, während der Großteil, 86 Prozent, bei ihrem alten, meist teureren Anbieter verbleibt. Gerade in der heutigen Zeit kann man also den Kunden nur raten, regelmäßig die Preise der verschiedenen Anbieter zu vergleichen und häufig zu wechseln.